„Niemals geht man so ganz“ und vor allem unsere zwei Urgesteine werden für immer ein Teil dieser SG und des Teams bleiben. Für die SG Soonwald Simmern, die Mitspielerinnen und alle, die den Frauenfußball mögen, eine traurige und für uns „harte“ Entscheidung.
Irgendwann ist „leider“ immer Schluss: Unsere langjährigen Spielerinnen Carolin Pulcher und Michaela Blatt hängen ihre Fußballschuhe an den Nagel und beenden ihre Karriere. Nicht nur als große und herausragende Leistungsträgerinnen sehr wichtig für das Team und den Verein, sondern auch menschlich eigentlich unverzichtbar. Das dieser Moment kommen würde, haben beide frühzeitig mitgeteilt, wahr haben wollte es jedoch keiner: bis zur letzten Minute haben alle gehofft, dass eine Nachricht kommt, dass es doch weiter geht: Leider vergebens.
Es gibt noch wenige im Team, die seit so langer Zeit zum „Inventar“ des Frauenfußballs bei der SGS gehören. Viele Siege, viele Niederlagen, Meisterschaften, Aufstiege, Abstiege – all das haben die Zwei miterlebt.
Carolin Pulcher war damals die Jüngste im Team, als die Frauenmannschaft der SGS im Jahr 2007gegründet wurde. Zuvor war sie in der Bieberner und unserer Jugend schon aktiv. Schon als „Kleine“ setzte sie sich schnell gegen die älteren Spielerinnen durch und oft vergaß man, wie jung sie eigentlich zu dieser Zeit noch war. Es dauerte auch nicht lang bis sie zur Führungsspielerin wurde.
Michaela Blatt wurde vom damaligen Trainer Jan Wächter „reaktiviert“, nachdem sie durch das Ende des Biebertaler Frauenfußballs eine Pause eingelegt hatte. Die Verpflichtung von ihr war Gold wert. Schnell entwickelte sie sich auch als Hauptakteurin der SGS und sorgte für zahlreiche „Buden“. 2016 und 2017 waren hier ihre besten Jahre, in dem sie sich zweimal in Folge „Torschützenkönigin der Rheinlandliga“ nennen konnte (2016 30 Tore/2017 26 Tore). Zudem hat sie in all den Jahren die meisten Tore für die SGS geschossen. Mal schauen, ob das in Zukunft noch jemand „knacken“ kann – es dürfte schwer werden.
„Caro und Michi werden uns sehr fehlen, auf und neben dem Platz. Egal wo die Zwei waren, der Spaß war vorprogrammiert. Auf dem Platz haben sich beide richtig rein gehangen, man konnte immer von 100 Prozent ausgehen. Beide standen auch komplett hinter dem Verein, haben sich sehr engagiert und waren immer hilfsbereit. Und eins muss man sagen: Mit den Zwei konnte man die besten „Partys“ feiern, sie haben immer für Stimmung und Lacher gesorgt. Wir werden sie hier unglaublich vermissen“, so Michelle Backes.