Die Regionalliga-Fußballerinnen des SV Holzbach haben einen ganz wichtigen Heimsieg gefeiert. Beim 3:1 (0:1) im Simmerner Hunsrückstadion drehte das Team von Trainer Tobias Blatt die Partie noch und siegte nach 0:1-Rückstand zur Pause mit 3:1. In der Tabelle bedeutet das zwar keine bessere Platzierung, Holzbach bleibt Zehnter. Aber der Abstand nach unten wurde vergrößert, auf den Vorletzten Speyer hat der SV nun sieben Zähler Vorsprung, allerdings haben die Gäste noch zwei Partien weniger absolviert.

Zunächst sah es aber nicht gut aus für Holzbach. „Wir waren in den ersten 20 Minuten überhaupt nicht in den Zweikämpfen drin“, sagte Blatt. Dennoch hatte Laura Rode nach 18 Minuten eine Großchance, ihr Schuss im Sechzehner ging aber knapp drüber. „Da hätten wir in Führung gehen können und fast im Gegenzug bekommen wir das 0:1“, ärgerte sich Blatt.

Die Holzbacher Abwehr wurde mit einem Pass ausgespielt, der Ball sprang noch einmal auf und dann lupfte ihn Büsra Kuru über die SV-Keeperin Axinia Thiemann. Generell fand Blatt: „Wir sind nur hinterhergelaufen und haben so bisschen das Bild abgegeben wie in den Spielen vorher.“ Speyer hatte mehr vom Spiel, ohne aber zu hochkarätigen Chancen zu kommen. So ging es mit dem knappen Vorsprung für den FC in die Kabine und schon dort wurde der Grundstein für die Aufholjagd gelegt. „Wir haben uns vorgenommen, eine Schippe drauf zu legen und wieder zu unseren alten Tugenden zurückzukehren“, sagte Blatt, „denn man hatte das Gefühl, dass etwas drin ist, wenn wir zulegen.“

Das tat Holzbach. Ein Beispiel: Michaela Blatt ging direkt zur Sache, zwar mit einem Foul, aber trotzdem war es eine Initialzündung. „Danach ging ein Ruck durch die Mannschaft. Auch wenn es fußballerisch nicht gut war, haben wir angefangen zu kämpfen.“ Den ersten Lohn gab es dafür nach 54 Minuten, als Michaela Blatt ein Missverständnis der Speyerer Innenverteidigerinnen ausnutzte, in den zu kurz geratenen Pass spritzte und zum 1:1 traf.

Nur eine Minute später führte Holzbach: Stella Adam zirkelte einen Freistoß direkt in den Winkel. „Wir haben in der zweiten Hälfte richtig gut verteidigt und nichts mehr zugelassen außer einigen Freistößen und Ecken“, lobte Blatt die Defensivleistung seiner Spielerinnen im zweiten Abschnitt.

Nach 82 Minuten fiel die Entscheidung, als sich Michaela Blatt in gewohnter Manier um ihre Gegenspielerinnen drehte und von dieser gefoult wurde. „Zuerst hat es danach ausgesehen, als wolle niemand schießen. Dann ist Jana Berns von hinten zum Ball getrottet und hat ihn ins Tor geballert“, schmunzelte Blatt. Es war das Tor zum Endstand. „Endlich haben wir so gekämpft wie früher“, war der SV-Coach erleichtert nach dem wichtigen Heimsieg. mb

Holzbach: Thiemann – Wust, Sauer, Kuhn, Kreuz, Rode (73. Besant), Olbermann, Blatt, Adam, Kliebe (83. Stapf), Berns.

Speyer: Kraus – Taskin, Schintu, Mangione, Sommer (60. Witz), Schwebler, Kuru, Herrmann, Ehrenfried (79. Reiland),Tomse, Blaschke.

Schiedsrichter: Marc Schiry (Gornhausen).

Zuschauer: 75.

Tore: 0:1 Kuru (20.), 1:1 Blatt (54.), 2:1 Adam (55,.), 3:1 Berns (82., Foulelfmeter).

Nächste Aufgabe für Holzbach: am Sonntag (17 Uhr) im Rheinlandpokal bei der SG Altendiez.

Rhein-Zeitung 25.11.2018