In der sechsten Minute der Nachspielzeit mussten sich die Regionalliga-Fußballerinnen des SV Holzbach dem Gastgeber SC 13 Bad Neuenahr mit 1:2 (1:1) geschlagen geben. Das war doppelt bitter, da mit Speyer und Siegelbach zwei Mannschaften gewannen, die in der Tabelle hinter dem SV stehen. Holzbach ist Zehnter mit 13 Punkten, es folgen Saarbrücken II (13), Siegelbach (11), Speyer (9, zwei Spiele weniger) und die abgeschlagenen Wormser (4.).

Lange Zeit kam der SC 13 (rechts Sarah Goffin) am SV Holzbach mit Lena Kliebe nicht so richtig vorbei, erst in der Nachspielzeit fiel der Siegtreffer. Foto: Vollrath

Die zur Pause eingewechselte Feride Bakir erlöste den SC, der nun Siebter mit 19 Zählern ist, mit einem Abstaubertor. Holzbachs Trainer Tobias Blatt konnte es nicht fassen: „Bad Neuenahr hatte in der zweiten Hälfte keine Torchance, das ist richtig, richtig bitter, dass wir das Tor fangen. Wir hätten uns schon über ein Unentschieden geärgert, weil wir die besseren Torchancen hatten.“ Seine Trainerkollegin Jacqueline Dünker war schwer erleichtert: „Heute hat man deutlich gesehen, dass das schwere Spiel vom Donnerstag noch in den Beinen und Köpfen steckte. Die Laufbereitschaft hat ein wenig gefehlt und auch der letzte Wille. Spielerisch hätte es auch besser sein können. Vom Gegner kam aber auch nicht mehr, sodass der Sieg letztlich in Ordnung geht.“ Ihre Mannschaft hatte am Donnerstag noch mit 0:3 im Derby beim 1. FFC Montabaur verloren, Holzbach einen Tag vorher mit dem gleichen Ergebnis bei Schott Mainz.

Nach einem Eckball von Stefanie Lotzien stand Johanna Kuhn goldrichtig und schob den Ball schon nach drei Minuten zur 1:0-Führung ein. Die aber währte ebenfalls nur drei Minuten, denn Holzbach glich prompt durch Stella Adams Kopfballtor nach einem Freistoß von Laura Rode aus. „Danach gingen die Köpfe wieder schnell nach unten. Wir haben in der Folge viele Bälle verloren, mehr gedribbelt als gepasst“, monierte Dünker. Blatt, der zusätzlich zu den Ausfällen noch auf Jona Besant (verletzte sich bei der Reserve am Samstag) verzichten musste, war enttäuscht: „Es ist einfach scheiße, wir hätten nie verlieren dürfen.“

Holzbach: Thiemann – Wust, Sauer, Kuhn, Rode, Olbermann, Blatt, Adam, Kliebe, Berns, Kreuz (90. Heich).

Nächste Aufgabe für Holzbach: am Sonntag (15 Uhr) im Simmerner Hunsrückstadion gegen Speyer.

Rhein-Zeitung 18.11.2018