Ein 1:1 (1:1) beim Tabellenletzten kann auch etwas Aufbauendes haben: Zum Beispiel bei den Regionalliga-Fußballerinnen des SV Holzbach, die beim Schlusslicht Wormatia Worms einen Punkt holten und damit die zuletzt schwachen Leistungen zumindest ansatzweise vergessen ließen. Dass es für den Neunten noch nicht ganz zum Sieg gereicht hat, war aber auch den Gastgebern geschuldet.

„Worms ist viel stärker als erwartet, ich kann mit dem Punkt gut leben“, sagte Holzbachs Trainer Tobias Blatt, „es war gerade in der zweiten Hälfte ein offener Schlagabtausch auf beiden Seiten.“ Die Gäste kamen zunächst besser ins Spiel und hatten nach zehn Minuten eine große Chance, als Stella Adam frei vor dem Tor etwas ausrutschte und den Ball deshalb nur noch in die Arme der Wormser Torhüterin Isabelle Bätz schießen konnte. Mitten in diesen guten Beginn der Holzbacherinnen fiel das 1:0 für Worms, die Wormatia nutzte gleich ihre erste richtig gute Chance: Nach einer Freistoß aus dem Halbfeld köpfte Sina Schmitt den Ball zuerst an – in diesem Fall langen – Pfosten und traf dann im Nachsetzen (26.). „Danach mussten wir uns eine Viertelstunde lang schütteln“, sagte Blatt. Der war allerdings froh, dass nicht die zuletzt spürbare Nervosität aufkam. „Wir hatten eine gute Einstellung und den Kampf angenommen“, berichtete Blatt. Noch vor dem Pausenpfiff gelang Holzbach die zählbare Reaktion in Form des Ausgleichs: Stürmerin Laura Rode bekam den Ball durchgesteckt, lief alleine auf Bätz zu, umkurvte sie und schon zum 1:1 nach 41 Minuten ein. Dass die zweite Hälfte torlos bleiben sollte, verwunderte alle Zuschauer. „Es ging hin und her, es gab Chancen hüben wie drüben“, sagte der Holzbacher Coach. Ein Treffer sollte aber nicht mehr fallen. Die beste Möglichkeit für die Gäste hatte die eingewechselte Michaela Blatt, deren Kopfball nur hauchdünn am Lattenkreuz vorbeiflog. „Es war ein gerechtes Remis, mit dem wir gut leben können“, sagte Blatt, der sich nun mit seiner Elf auf das Rheinlandpokal-Achtelfinale zu Hause gegen Liga-Rivale FC Bitburg freut.

Holzbach: Thiemann – Wust, Sauer, Kuhn, Beilz, Diel, Rode (65. Blatt), Olbermann, Adam, Kliebe, Haubrich.

Nächste Aufgabe für Holzbach: am Mittwoch um 19.30 Uhr im Simmerner Hunsrückstadion im Rheinlandpokal gegen Bitburg.

Rhein-Zeitung 29.10.2018