Normalerweise würde die Favoritenrolle den Regionalliga-Fußballerinnen des SV Holzbach zufallen, wenn es am Samstagabend um 18 Uhr beim Aufsteiger Wormatia Worms um Punkte geht. Aber die Situation ist derzeit nicht normal.

„Nach dem Spiel vom Sonntag muss man sagen, dass es leider ein Spiel auf Augenhöhe ist“, sagt Holzbachs Trainer Tobias Blatt nach dem ganz schwachen Auftritt beim 0:3 daheim gegen den 1. FC Riegelsberg. Die Niederlage verdeutlichte einmal mehr, dass es für Holzbach in dieser Saison in erster Linie darum geht, die Klasse zu halten. „Letztes Jahr ist alles gelaufen wie geschnitten Brot. Das jetzt ist eine kleine Probe für uns“, weiß Blatt, der aber den Druck etwas rausnimmt: „Das Ergebnis in Worms ist erst einmal zweitrangig, wir wollen einfach schauen, dass wir als Einheit auftreten, mit Mut und unbekümmert aufspielen. Die Leichtigkeit hat uns zuletzt gefehlt. Die Mädels sind selbst ratlos, woran es liegt, dass sie nervös sind und Druck verspüren.“ Bei Worms ist das anders. „Das ist vielleicht ihr kleiner Vorteil, dass sie nichts zu verlieren haben als Aufsteiger“, glaubt Blatt. Sieben Punkte trennen die Gastgeber vom Zehnten Holzbach. Dieser Platz würde vermutlich am Ende die Rettung bedeuten, weiter abrutschen sollte der SV nicht. „Im schlimmsten Fall steigen vier Teams ab“, weiß der Holzbacher Coach.

Der ist zuversichtlich, was das Personal insgesamt angeht. Zwar gibt es einige Fragezeichen, definitiv fehlen wird aber nur Aline Kreuz aus beruflichen Gründen. Michaela Blatt ist erkältet, Jana Berns hat Knieprobleme, sie musste gegen Riegelsberg nach einer Stunde passen. Jana Haubrich plagen Schmerzen am Sprunggelenk. Dafür ist Anna Sauer wieder fit und kann spielen. Eigens für die Partie wurde Anna Wilhelmi reaktiviert. „Sie kommt von Mainz rüber, hat zwar kein Training, ist aber eine Alternative auf der Bank“, sagt Blatt. Und: Sie bringt vermutlich die nötige Lockerheit mit.

Rhein-Zeitung 26.10.2018